SECRET//ORCON/NOFORN

UNCLASSIFIED

EYES ONLY

DO NOT COPY

(02. Mai 2020)

Dinge bewerten, Teil 1: Jabra Move Wireless

So, Artikelserie, Teil 1, schamlos abgeschrieben: Vor schon etwas längerer Zeit stolperte ich über einen Artikel auf Medium, Wirecutter Reviews Reviews. Relativ knapp beschreibt der Autor darin Dinge, die er angesichts guter Bewertungen von Wirecutter gekauft hat, und wie sich diese Dinge dann im Alltag geschlagen haben. Ich finde das super und möchte etwas ähnliches machen, allerdings ohne Wirecutter-Bezug und – mitunter auch etwas ausführlicher – in nicht nur einem einzigen Artikel.

Los geht es mit dem ersten Ding – mit Bluetooth-Kopfhörern: Jabra Move Wireless, gekauft am 11. November 2017. Und auch wenn ich den Wirecutter-Bezug gerade noch von mir gewiesen hab: Entscheidend für den Kauf damals war tatsächlich, dass Wirecutter den Move als für seinen vergleichsweise günstigen Preis sehr guten Kopfhörer gelobt hat.

Rund zweieinhalb Jahre später möchte ich mich diesem Urteil anschließen: Es sind allenfalls Kleinigkeiten, die mich am Jabra Move Wireless stören, und die größte dieser Kleinigkeiten lässt sich beheben (wenn mensch weiß, wie – ich habe das leider erst sehr spät herausgefunden): Ab 50 Prozent Akkustand fängt der Kopfhörer nämlich an, auf sich aufmerksam zu machen und unterbricht dafür die Musikwiedergabe mit einer kurzen Ansage. Das ist irre nervtötend, zumal der Kopfhörer zu diesem Zeitpunkt problemlos noch mehrere Stunden läuft. Praktischerweise ist es möglich, diese Ansagen zu deaktivieren: Dazu Kopfhörer erst ausschalten, dann die Leiser-Taste gedrückt halten und die Kopfhörer wieder anschalten. Das Ergebnis: wunderbare Stille. Nachteil ist natürlich, dass bei schwachem Akku nicht mehr gewarnt wird, und irgendwann ist dann manchmal etwas überraschend plötzlich Schluss – aber das ist mir wesentlich lieber als der Default-Zustand (zumal das iPhone jederzeit Auskunft über den Akkustand geben kann).

Ohne jemals explizit nachgemessen zu haben, bin ich mit der Akkulaufzeit auch jetzt noch zufrieden. Sie ist ausreichend lang, so dass ich in der Regel nur nach Gefühl auflade und trotzdem fast immer ausreichend Strom habe.

Ich bin nach wie vor ein Fan des sehr schlichten Designs. Der Schiebemechanismus zum Anpassen der Größe funktioniert auch nach mehreren Jahren noch einwandfrei. Sehr gelitten haben die Ohrpolster, die sich aber erfreulicherweise für einen nicht allzu absurden Preis direkt bei Jabra nachkaufen und dann auch recht einfach anbringen lassen. Damit sehen die Kopfhörer auch nach über zwei Jahren wieder sehr frisch aus. (Allerdings sind die neuen Ohrpolster etwas schmaler als die Originalteile und zumindest gefühlt einen Hauch weniger komfortabel).

Noch einen wesentlichen Kritikpunkt gibt es aber: Obwohl es zumindest theoretisch möglich ist, habe ich keine guten Erfahrungen damit gemacht, den Move mit mehr als einem Gerät zu koppeln: Sobald einmal zu zwei Geräten eine Verbindung hergestellt war, hatte mein Kopfhörer immer Probleme mit der Verbindungsaufbau, sobald ich ihn angestellt habe. Nur ein Reset löst das Problem (und dann verbindet sich der Move wirklich anstandslos, zuverlässig und schnell mit meinem iPhone).

Zusammenfassend also:
✅ Design
✅ Klang
✅ Tragekomfort
✅ Akku-Laufzeit
✅ Bluetooth-Verbindung
❌ Koppeln nur mit einem Gerät möglich
❌ Nervige Akku-Ansagen im Auslieferungszustand
Würde ich nochmal kaufen: ja ✅