Ich war in Jordanien ­čç»­čç┤

04. Dezember 2018

(Gar nicht mal so kurz) notiert:

Wir waren in Jordanien! Ein paar lose Gedanken dazu:

  • Wir sind nach Israel geflogen, haben in Jerusalem ├╝bernachtet und sind am n├Ąchsten Morgen bei Bet She'an ├╝ber die Grenze (Jordan River Crossing alias Sheikh Hussein Bridge). Das klappte vergleichsweise schmerzfrei und schnell. Von dort mit dem Taxi f├╝r 44 JD (ca. 55 Euro) in die Hauptstadt Amman.
  • Auf Empfehlung der jordanischen Botschaft haben wir uns im Vorfeld der Reise den Jordan Pass besorgt, der die Visa-Geb├╝hren und den Eintritt zu verschiedenen Sehensw├╝rdigkeiten umfasst. Au├čerdem bezahlt man bei der Ausreise ├╝ber eine Landesgrenze keine Geb├╝hr. Ich kann das grunds├Ątzlich empfehlen ÔÇŽ
  • ÔÇŽ mit einer Einschr├Ąnkung: Der direkteste Weg von Jerusalem nach Amman f├╝hrt ├╝ber die Allenby Bridge (auch bekannt als King Hussein Bridge ÔÇô nicht verwirren lassen). Dort bekommt man allerdings kein Visum bei der Einreise, muss das also im Vorfeld bei der Botschaft besorgen. Das haben wir nicht gemacht (und ich wei├č nicht, ob das in Verbindug mit dem Jordan Pass grunds├Ątzlich m├Âglich ist).
  • Wir waren in Amman zun├Ąchst in einem eher zweckm├Ą├čigen, daf├╝r aber sehr zentral gelegenen Airbnb und sp├Ąter in einem zweiten, riesigen, sehr gut ausgestatteten Airbnb, das allerdings in einem eher ruhigen Wohnviertel liegt.
  • Das arabische Uber hei├čt Careem, ist g├╝nstig und funktioniert gut. Die Careem-Taxifahrer konnten praktisch immer gut Englisch.
  • F├╝r andere Taxifahrer gilt das in der Regel nicht.
  • Insgesamt kommt man in Amman mit Englisch bestens zurecht, wir hatten zu keinem Zeitpunkt gr├Â├čere Sprach-Probleme.
  • Bis auf wenige Taxifahrer waren praktisch alle Jordanier, mit denen wir zu tun hat, unglaublich freundlich und aufgeschlossen. Den Satz "Welcome to Jordan" scheint au├čerdem schon jedes Kind zu lernen (und gerne an Touristen zu ├╝ben).
  • Heimliches Highlight von Amman: das Jordan Museum. Sehr modern und kurzweilig.
  • Kein echter Geheimtipp: Kochkurs bei Beit Sitti.
  • Von Amman aus sind wir mit dem ├Âffentlichen Mini-Bus nach Wadi Musa gefahren, was gut funktioniert und flexibler ist, als mit dem Jett-Bus zu fahren (das Flixbus-├äquivalent). Hier steht, wie's funktioniert und wird korrekt zusammengefasst: "it is not a very comfortable ride but it is the local way".
  • Petra ist sehr sehenswert! (Auf mehr als den einen Tag, der vom Jordan Pass abgedeckt ist, h├Ątten wir allerdings auch keine Lust gehabt.)
  • Von Petra f├Ąhrt ein ├Âffentlicher Bus nach Wadi Rum. Die Fahrt kann man in (mutma├člich) jedem Hotel in Wadi Rum buchen. Der Bus ist entsprechend vollgepackt mit Touristen. An Bord ist ein Reiseleiter, der abfragt, wo man herkommt (1) und welches Camp man in Wadi Rum gebucht hat (2).
  • (2) dient in erster Linie dazu, einen nach Ankunft in Wadi Rum an der richtigen Stelle abzusetzen.
  • (1) dient in erster Linie dazu, Musik mit, nunja, Heimatbezug abzuspielen. In kenne jedenfalls inzwischen die kanadische Nationalhymne. Die deutsche Hymne wurde uns gl├╝cklicherweise vorenthalten, stattdessen lief zwischendurch ein (erneut mutma├člich) jordanisch-deutsches Rap-Mashup.
  • Lustige Busfahrt, hat Spa├č gemacht!
  • Wadi Rum ist eine ziemlich touristische Angelegenheit. Entkommen l├Ąsst sich dem nur schlecht, da man zwangsl├Ąufig auf Jeep (empfehlenswert) oder Kamel (├╝rgs) angewiesen ist. Wir haben uns im Vorfeld nicht schlau gemacht, keine Angebote verglichen und kurzfristig beim erstbesten Anbieter (Rum Stars) gebucht. Kostete 55 JD (ca. 70 Euro) pro Person f├╝r einen Tag im Jeep und eine Nacht im Beduinen-Camp inklusive (sehr leckerem) Abendessen, Fr├╝hst├╝ck und ÔÇô Highlight ÔÇô einem absolut klarem Himmel mit freier Sicht auf die Milchstra├če. Ich w├╝rd's wieder machen (und wenn Geld keine Rolle spielt: mir vielleicht sogar das Mars-Camp g├Ânnen).
  • Von Wadi Rum aus sind wir am n├Ąchsten Morgen (mit sehr viel Gl├╝ck und dank eines freundlichen Paares aus Indien) recht schnell nach Akaba und direkt zur Wadi Araba Border Crossing gekommen. Das Taxi nach Akaba sollte man in jedem Fall am Vortag vom Veranstalter in Wadi Rum buchen lassen, da man sonst mindestens eine Stunde wartet. Die Fahrt nach Akaba kostet f├╝r vier Personen 25 JD, zur Grenze kommen nochmal 10 JD drauf.
  • Wenn man zu diesem Zeitpunkt schon wei├č, dass der Jordan Pass die Ausreise-Geb├╝hr deckt, spart man sich auch Abstecher zu drei Geldautomaten, von denen erst der letzte zumindest die Girocard akzeptiert. Ich wei├č bis jetzt nicht, was mich dieser unn├Âtige Spa├č gekostet hat (und hoffe, dass ich es nie herausfinden muss).
  • ├ťber die Grenze zur├╝ck nach Israel ging es f├╝r uns recht z├╝gig und ohne umfangreiche Befragung, wie man sie am deutschen Flughafen genie├čen darf. Kurze Gep├Ąckkontrolle, Passkontrolle ÔÇô das war's im Wesentlichen.
  • Wen trifft man da so an der Grenze? Genau: Deutsche. Schlimmer noch: M├╝nchner!
  • Hier gibt's das Foto-Album auf Flickr